Ursachen und Symptome

Wenn sich eine Erkältung festsetzt …Ursachen und Symptome einer Erkältung

Eine Erkältung beginnt oft mit einem Schnupfen. Dieser wird durch eine zunächst lokal begrenzte Infektion der Nasenschleimhaut mit Viren ausgelöst. Es existieren über 100 verschiedene Viren, die eine Erkältung auslösen können. Der Erreger wird dabei via Tröpfcheninfektion, etwa durch Niesen oder Husten, übertragen. Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit vergehen ein bis drei Tage (Inkubationszeit).

Die Erkrankung tritt meist in den Herbst- und Wintermonaten auf, ist normalerweise harmlos und dauert rund eine Woche. Erwachsene haben durchschnittlich zwei- bis viermal im Jahr mit einer Erkältung zu kämpfen, Kinder sind im Mittel fünfmal betroffen. Da Erkältungsviren mehrere Stunden auf der Hautoberfläche überleben, ist es wichtig, sich nach dem Putzen der Nase die Hände gründlich zu waschen. Bei einer Begrüßung per Händedruck gelangen die Viren sonst auf ihr nächstes Opfer, das sich beim Reiben der Augen oder Naseputzen infiziert.

Der Körper reagiert auf die Eindringlinge mit einer verstärkten Immunabwehr. Dabei wird die Blutzufuhr der Nasenschleimhaut erhöht und die Gefäße erweitern sich, um Botenstoffe an den Infektionsort zu transportieren. Darüber hinaus produzieren Drüsen in der Schleimhaut verstärkt Schleim. In diesem Stadium leidet man meist unter einer verstopften Nase.



Dies ist nicht nur unangenehm, sondern birgt auch die Gefahr, dass eine ausreichende Belüftung der Atemwege im Kopfbereich nicht mehr gewährleistet ist. Das zähflüssige Sekret kann sich in den Nasennebenhöhlen stauen und so einen idealen Nährboden für Bakterien bilden. Die Schleimhäute der Nebenhöhlen entzünden sich, und die Schleim- und Sekretbildung wird gefördert. Somit ist der Beginn eines möglichen Teufelskreises gegeben. In diesem Stadium produziert man zähes und eitriges Nasensekret und leidet unter Druckschmerz in Stirn und Wangen - oft begleitet von Fieber.

Spätestens jetzt hat sich die Erkältung festgesetzt, und es besteht die Gefahr einer Ausbreitung. Bei einem sogenannten Etagenwechsel greift die Infektion auf die gesamten Atemwege über. Aus einem ursprünglich harmlosen Schnupfen kann so eine eitrige Nebenhöhlenentzündung und letztendlich eine Bronchitis werden. Zäher Husten, verstopfte Nase und schmerzhafter Kopfdruck bilden jetzt einen gigantischen Erkältungsberg.

Eine wirksame Therapie der entzündeten Atemwege, ob Nebenhöhlenentzündung oder Bronchitis, muss die Erkrankung von zwei Seiten gleichzeitig angehen: Zum Einen muss der zähe Schleim gelöst werden, damit er abfließen bzw. abgehustet werden kann, zum Anderen muss darüber hinaus die Entzündung gelindert werden.
Etagenwechsel bei akuten Atemwegserkrankungen
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