Quälender Husten, fast immer einhergehend mit gesteigerter Schleimabsonderung, gilt als typisches Symptom einer chronischen Bronchitis. Die langanhaltende Entzündung der unteren Atemwege wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „Husten und Auswurf an den meisten Tagen während mindestens drei Monaten in zwei aufeinanderfolgenden Jahren“ beschrieben. Die Medizin unterteilt sie in drei Krankheitsformen:
die akute, die chronische und die chronisch-obstruktive Bronchitis (COPD).
Auslöser der chronischen Bronchitis ist vor allem eine fortwährende Reizung der bronchialen Schleimhäute. Zu den schädigenden Reizstoffen zählen äußere Einflüsse wie Rauchen (auch das Passivrauchen!), Luftverschmutzung, Staub, chemische Dämpfe sowie bakterielle und virale Atemweginfekte. 90 Prozent der Erkrankungen werden durch langjährigen Nikotingenuss verursacht. Aber auch körperlich bedingte Ursachen, wie eine genetische Disposition, sind möglich.
In Deutschland leiden 15 bis 25 Prozent der Bevölkerung an einer chronischen Bronchitis. Männer sind davon häufiger betroffen als Frauen. Die Erkrankungshäufigkeit steigt mit dem Lebensalter.
Der Wechsel von einer chronischen Bronchitis zu einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (à COPD) vollzieht sich über drei verschiedene Stufen und wird von folgenden Symptomen begleitet:
Eine akute Bronchitis entwickelt sich im Zusammenhang mit einer Erkältung oder einem grippalen Infekt relativ schnell, dauert in aller Regel aber selten länger als 14 Tage. Im Vergleich dazu entsteht die chronische Bronchitis nach Jahren einer dauerhaften Atemwegsbelastung. Spürbare Beschwerden treten dabei nach und nach auf. Ein erster deutlicher Hinweis auf eine anhaltende Entzündung der Atemwege ist der morgendliche Hustenreiz mit schleimigem Auswurf, der im Laufe der Zeit immer zäher wird. Mit fortschreitender Erkrankung leiden Betroffene vermehrt unter Kurzatmigkeit in Belastungssituationen, später sogar im Ruhezustand.
Durch jahrelange ständige Reizung der Bronchien, wie zum Beispiel durch Rauchen, tritt zunächst eine allmähliche Lähmung der feinen Flimmerhärchen auf. Im weiteren Verlauf können diese auch gänzlich verloren gehen. Die Flimmerhärchen sind jedoch für den Abtransport von Schleim und Schmutz aus der Lunge notwendig. Fallen sie aus, kann der Schleim nicht mehr vollständig entfernt werden. Entzündungen, die zu vermehrter Schleimproduktion in den Bronchien führen, sind die Folgen. Da dieser Schleim nicht richtig abtransportiert und abgehustet werden kann, entwickeln sich schwerwiegende Erkrankungen der Atmungsorgane.


COPD und Asthma sind Erkrankungen, die weltweit immer mehr an Bedeutung gewinnen. Sie zeigen ähnliche Symptome wie eine chronische Bronchitis, sind aber deutlich voneinander abzugrenzen.
Bei der COPD handelt es sich um eine chronische Erkrankung der Lunge. Die Abkürzung steht für den englischen Begriff „chronic obstructive pulmonary disease“, was übersetzt „chronisch-obstruktive (einengende) Lungenerkrankung“ heißt. Die Krankheit ist mit Atemnot, Husten und Auswurf (AHA-Symptomatik) verbunden, was für Betroffene äußerst belastend ist. Die langjährige Überlastung der Lunge durch Rauchen zählt zu den Haupt-Auslösern. Es kommt in den Bronchien zu dauerhaften Entzündungen und Verengungen, im weiteren Verlauf zu Gewebeschäden und Vernarbungen. In der Folge steht immer weniger gesundes Lungengewebe für die Atemprozesse zur Verfügung. Das Atmen wird für die Betroffenen immer beschwerlicher.
Die Krankheitsanzeichen bei Asthma können jenen der COPD sehr ähnlich sein. Für die Behandlung sehr wichtig ist jedoch die genaue Diagnose. Zu einem der wesentlichen Unterscheidungsmerkmale zählt das Alter bei Beginn der Erkrankung. Während Asthma nicht selten bereits im Kindes- oder Jugendalter, meist ohne Vorwarnung und oftmals durch Allergien ausgelöst, auftritt, zeigen sich eine chronische Bronchitis und/oder COPD als die Folgen einer langjährigen Belastung der Bronchien, vorwiegend durch Rauchen. Beide Erkrankungen beginnen, schleichend einsetzend, ab dem 40. Lebensjahr.
Atemnot, Husten und Auswurf - die AHA-Symptomatik:
Die Bläh-Lunge, auch als Lungenemphysem bezeichnet, ist ebenfalls eine schwerwiegende Erkrankung, die sich als Folge einer chronischen Bronchitis entwickeln kann. Ein starker, dauerhafter Husten überdehnt und zerstört dabei die Lungenbläschen. Durch die krankhaften Gewebsveränderungen kann die Lunge ihre Funktionen nicht mehr optimal ausführen. Es kommt vermehrt zu Kurzatmigkeit und Atemnot. Im weiteren Verlauf können die Veränderungen der Lunge zu einer Vergrößerung der rechten Herzhälfte und damit verbunden zu einer chronischen Herzschwäche, letztlich zum Herzversagen, führen.
Aufgrund all dieser ernsthaften möglichen Folgeerkrankungen der Atemwege, die letztlich das Leben gefährden können, sollte bereits eine, meist harmlos erscheinende, akute Bronchitis ernst genommen und vollständig ausgeheilt werden. Im frühen Stadium einer chronischen Bronchitis können sich auch erste Gewebsveränderungen noch zurückbilden. Daher heißt die Devise: Rasch handeln und die Gesundheit aktiv schützen!
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Es gibt verschiedene Erreger, die eine akute Bronchitis verursachen können.
Eine akute Bronchitis geht mit folgenden Beschwerden einher:
Bleibt eine wirksame Basistherapie aus, kann sich aus dem akuten Atemwegsinfekt eine chronische Bronchitis entwickeln.
