Reines Cineol:
Auch zur Zusatzbehandlung bei Asthma
Asthma bronchiale, oder einfach kurz Asthma, ist eine chronische Erkrankung
der Atemwege, die mit Reizhusten, Atemgeräuschen, Kurzatmigkeit und Luftnot
bis hin zu lebensbedrohlichen Erstickungsanfällen einhergeht.
Die Erkrankung beginnt oft schon im Kindes- oder frühen Jugendalter.
Asthma betrifft viele Menschen: Weltweit gibt es etwa 300 Millionen Menschen,
die an Asthma erkrankt sind, rund acht Millionen davon leben in Deutschland.
Die Häufigkeit der Asthma-Erkrankungen nimmt weltweit zu, vor allem bei
Kindern in industrialisierten Gebieten.
BehandlungDie zwei Säulen der Asthma-Therapie
Heute kann man Asthma sehr gut mit Medikamenten behandeln. Die meisten Betroffenen sind damit in der Lage, ein nahezu beschwerdefreies Leben zu führen, das sportliche Aktivitäten genauso ermöglicht wie eine freie Berufswahl. Welche Medikamente der Arzt verordnet, hängt vom Schweregrad der Erkrankung ab.
1. Bedarfsmedikation: Akute Beschwerden werden rasch gebessert
Bei leichtem Asthma wird der Arzt Medikamente verschreiben, die nur
bei Bedarf angewendet werden (Bedarfsmedikation). Diese Mittel
erweitern innerhalb von wenigen Minuten effektivdie verengten Bronchien.
In der Fachsprache werden diese Mittel als schnell wirksame
Beta-2-Sympathomimetika (kurz: Betamimetika) oder Anticholinergika bezeichnet. Die Arzneimittel werden in der Regel als Sprays inhaliert (eingeatmet). Dadurch gelangen sie ohne Umwege direkt in die Lunge,
sodass der Betroffene rasch wieder besser atmen kann.
2. Entzündungshemmung: die Basis der Therapie
Treten die Beschwerden mehrmals pro Woche auf, kann es erforderlich sein, täglich Kortison zu inhalieren. Kortison bremst die Entzündung in den Bronchien und kontrolliert so den Krankheitsprozess.
Leider hat die Substanz einen schlechten Ruf, da sie bei langjähriger Einnahme zu schweren Nebenwirkungen führen kann. Solange der Wirkstoff aber nur eingeatmet wird, braucht man im Allgemeinen keine Begleiterscheinungen zu fürchten.
Wer schwerer erkrankt ist und täglich Beschwerden hat, braucht eine Kombination aus Kortison und den bronchienerweiternden Betamimetika oder Anticholinergika, allerdings die in langwirksamer Form.
Cineol – ein Naturstoff im Fokus der Wissenschaft
Bei der Zusatzbehandlung von Asthma und anderen entzündlichen Atemwegserkrankungen hat sich der Naturstoff Cineol als besonders wirksam erwiesen.
Zum einen wirkt er direkt gegen die Entzündung in den Atemwegen, zum anderen löst er das zähe Sekret, das sich bei Asthma in den Atemwegen bildet – und das bei sehr guter Verträglichkeit. Durch eine Zusatztherapie mit cineolhaltigen Kapseln kann der Einsatz von Kortison reduziert werden. Außerdem können Symptome wie Kurzatmigkeit, Husten und nächtliche Asthmabeschwerden gebessert werden, so dass sich die Lebensqualität insgesamt spürbar verbessert.
Aus diesem Grunde wäre Cineol eine sinnvolle Ergänzung der Langzeittherapie und sollte deshalb ebenfalls täglich auf lange Sicht zusätzlich angewendet werden. Reines Cineol ist konzentriert in Kapsel-Form als Soledum® Kapseln forte rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.
Aktiv mit Asthma
Mit einfachen Verhaltensregeln wie Allergen-Vermeidung und körperlicher Betätigung können Menschen mit Asthma ihre Lebensqualität verbessern. Ein wichtiger Aspekt bei der Vorbeugung von Asthma-Anfällen ist immer die konsequente Einnahme der verordneten Medikamente.
Hat Ihnen Ihr Arzt entzündungshemmende Medikamente verordnet, müssen Sie diese auch in beschwerdefreien Zeiten einnehmen.
Der Engpass in den Atemwegen
Asthma ist eine chronische, entzündliche Erkrankung der Atemwege, die mit Luftnot bis hin zu Erstickungsanfällen einhergeht. Die Atemwege sind die „Transitstrecke“ für die Luft, die wir zum Leben brauchen. Sie sind aufgebaut wie ein Baum, der auf dem Kopf steht.
Den Stamm bildet die Luftröhre. Sie gabelt sich in zwei dicke Haupt-Äste – die Stammbronchien. Sie treten rechts und links in die beiden Lungenflügel ein. Dort verzweigen und verästeln sich die Bronchien immer weiter und werden dabei immer feiner und enger. Innen sind sie mit einer hauchdünnen Schleimhaut ausgekleidet. Sie wird von einem dünnflüssigen, klaren Sekret ständig feucht gehalten.
Am Ende der Bronchien sitzen die Lungenbläschen (Alveolen). Von dort gelangt das „Lebenselixier Sauerstoff“ dann mit dem Blutstrom in alle Körperzellen.
Asthma-Anfall – die Atemwege machen „dicht“
Bei Asthma sind die Atemwege anhaltend (chronisch) entzündet. Atemwege reagieren überempfindlich auf verschiedene, an und für sich harmlose Stoffe in der Umwelt oder andere Einflüsse wie zum Beispiel körperliche Anstrengung. Die ringförmig angeordneten Muskelfasern der Bronchien verkrampfen sich (Bronchospasmus). Dadurch verengen sich die Bronchien. Beim Atmen treten Pfeifen oder Giemen auf, Husten und im schlimmsten Fall akute Luftnot – der Asthma-Anfall.
Die Verkrampfung der Bronchien erschwert vor allem das Ausatmen. Die Folge: Beim nächsten Atemzug kann nicht genügend frische Luft eingeatmet werden, da der Platz in den Lungenbläschen noch durch die verbrauchte Luft belegt ist, die nicht ausgeatmet werden konnte. Jetzt entsteht eine paradoxe Situation: Obwohl der Betroffene Atemnot empfindet; hat er nicht zu wenig, sondern zu viel Luft in den Lungenbläschen. Sie sind „überbläht“. Ein Teufelskreis beginnt: Je stärker der Betroffene versucht einzuatmen, desto schlimmer werden Atemnot und Erstickungsgefühl.
Gesunde können die Situation nachempfinden, wenn sie durch einen Strohhalm atmen. Nach kurzer Zeit kommt es zu Luftnot. Ein fataler Kreislauf beginnt: Die entzündete Bronchialschleim-
haut schwillt an und die Atemwege werden noch enger. Die Luftnot nimmt weiter zu.
Eine Ursache, viele Auslöser
Bei Asthma werden prinzipiell zwei Hauptformen unterschieden: das allergische (extrinsische) und das nicht-allergische (intrinsische) Asthma.
Häufig treten beide als Mischform auf. Die Ursache ist bei beiden Formen dieselbe: die chronische Entzündung der Atemwegsschleimhaut.
Je länger die Entzündung besteht, desto empfindlicher werden die Atemwege. Akute Atemwegsinfekte verstärken die Entzündung der Bronchien und fördern so das Auftreten eines akuten Asthma-Anfalls. Der akute Asthma-Anfall ist also eine mögliche Folge der chronischen Entzündung der Bronchien. Deshalb ist eine dauerhafte Behandlung mit entzündungshemmenden Mitteln bei Asthma so wichtig.
Was löst den Asthma-Anfall aus?
Allergene, kalte Luft, Belastung oder Medikamente – Asthma kann durch unterschiedliche Reizstoffe und Situationen verstärkt oder ausgelöst werden. Wichtig ist es, die individuelle Anfälligkeit zu kennen und diese Auslöser oder Situationen zu meiden.
Allergene als Auslöser
Bei Menschen mit allergischem Asthma
werden die Atembeschwerden durch individuell unterschiedliche Stoffe ausgelöst.
Das können Tierhaare sein, der Kot von Hausstaubmilben oder Pollen. Diese Reiz auslösenden Stoffe werden in diesen Fällen Allergene genannt.
Als Abwehrreaktion des Körpers entsteht eine Entzündung in den Atemwegen. Dauert dieser Zustand an, wird die Entzündung chronisch.
Es beginnt ein Teufelskreis aus Entzündung
und Überempfindlichkeit, der letztlich in einem
akuten Asthma-Anfall münden kann.
Nicht-allergisches Asthma
Auch beim nicht-allergischen Asthma
liegt den Atembeschwerden eine chronische
Entzündung zugrunde, die zu einer Über-
empfindlichkeit der Atemwege führt.
Die Betroffenen reagieren auf unspezifische
Reize – beispielsweise das Einatmen kalter
Luft – mit einer Verengung der Atemwege.
Das nicht-allergische Asthma beginnt oft
nach Atemwegsinfekten. Die asthmatischen
Beschwerden bleiben bestehen, selbst wenn
der akute Atemwegsinfekt längst ausgeheilt
ist. Man spricht dann von einem
„Post-Infekt-Asthma“ (post = lat. nach).
Asthma-Trigger
Treten Symptome nach körperlicher Belastung wie Sport oder Treppensteigen auf, spricht man von Anstrengungs-Asthma. Es gilt nicht als eigenständiges Krankheitsbild, da es bei fast allen Kindern sowie bei etwa 70 % der Erwachsenen mit Asthma auftritt, unabhängig davon ob ein allergisches oder ein nicht-allergisches Asthma vorliegt. Die Anstrengung ist lediglich der Trigger, der auf dem Boden der chronischen Entzündung in den Atemwegen die Beschwerden auslöst.
Weitere häufige Asthma-Trigger sind Reizstoffe wie Smog, Ozon und Tabakrauch. Bei einigen Menschen provozieren Medikamente die Beschwerden. Am bekanntesten ist dies bei Schmerzmitteln wie der Acetylsalicylsäure (ASS).
Häufige Auslöser und Trigger
- Allergene wie Pollen oder Tierhaare
- Kalte Luft
- Körperliche Belastung
- Reizstoffe, mit denen Betroffene meist berufsbedingt in Berührung kommen
- Medikamente, wie Acetylsalicylsäure (ASS) und Betablocker
- Umweltgifte, wie Smog, Ozon oder Tabakrauch
Asthma erkennen
Typisch für Asthma sind Husten, Atemgeräusche und Kurzatmigkeit sowie Anfälle mit akuter Luftnot, die oft von Unruhe und Angst begleitet werden. Die Atemnot ist für die Betroffenen am schlimmsten. Sie haben das Gefühl, ersticken zu müssen.
Die meisten Menschen mit Asthma leiden unter chronischem Husten (meist in Verbindung mit Kurzatmigkeit), der vor allem in den frühen Morgenstunden auftritt. Häufige Schlafunterbrechungen führen tagsüber zu Müdigkeit, Leistungsminderung und Konzentrationsschwäche. Anhaltender Husten ist oft das erste Symptom, mit dem sich Asthma bemerkbar macht. Der Verdacht auf Asthma ergibt sich häufig schon aus der Krankheitsgeschichte.
In der Regel führt der Arzt Allergietests durch. Zur Diagnose von Asthma ist die Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie) eine wichtige Untersuchung, da sie Aufschluss über eine mögliche Verengung der Atemwege gibt. Ein wichtiger Messwert ist der Peak-Flow. Er gibt an, mit welcher Geschwindigkeit die Luft aus der Lunge geblasen wird. Bei Asthma ist der Peak-Flow-Wert wegen der Verengung der Atemwege erniedrigt. Die Peak-Flow-Messung zeigt an, ob alles im „grünen Bereich“ ist, oder ob sich das Asthma verschlimmert.
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